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Der Balkon im Sommer

Was für ein Sommer... er schien endlos zu sein. Jeden Tag Sonne. Und Hitze. Ausgiebiger Regen war für eine lange Dauer zur existenzbedrohenden Mangelware geworden. Dann regnete es zum Glück immer mal wieder. Auch auf dem Balkon haben die Pflanzen ganz unterschiedlich auf dieses Wetterextrem reagiert. Der Koreatanne konnte ich wörtlich zusehen, wie sie einging. Obschon hier keine einzige Pflanze je Durst erleiden musste. Nun habe ich in den freigewordenen Riesentopf Holunder eingepflanzt. Der halbschattige Platz dürfte dem Strauch eigentlich behagen. Dem  Pfirsichbaum hingegen kann es gar nicht heiss genug sein, dieses Jahr bildete er erstmals Früchte. Wenige zwar, aber wunderschöne und aromatische. Die erste Aussaat Mangold - ein sehr produktives Salatgewächs - war abgeerntet und hinüber; die zweite Aussaat sollte meiner Erfahrung nach sogar den Winter über halten und dann im Frühling gleich neu austreiben. Aufgrund des Nichtvorhandenseins von Schnecken eignet sich ein Balkon sehr gut für das Kultivieren von Salaten in Töpfen. Gut, trockenheitsbedingt hat es dieses Jahr auch in den Gärten kaum Schnecken. Den Vögeln hatte ich an mehreren geschützten Stellen Wassertränken hingestellt, welche auch Käfer und Insekten und sogar Schmetterlinge gerne zur Erfrischung nutzten. 

Während dieser langen Hitzephase mochte ich weder warm essen noch lange in der Küche stehen. Aus Resten hatte ich eine sommerliche Salatmahlzeit zusammengestellt, die hier quasi zum Dauerbrenner wurde: Kartoffeln, Zucchini, Cherry-Tomaten, leicht angedünstete Zwiebel, hartgekochte Eier und etwas Ziegenkäse drüber. Das Dressing bestehend aus Olivenöl, Balsamico, Salz, etwas Ingwersirup, gewürzt mit allen Kräutern, die der Balkon grad so hergab! 

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